Hausmittel gegen trockene Kopfhaut

Hausmittel geraten heutzutage leider häufig in Vergessenheit. Dabei gibt es viele bewährte Mittel im Haushalt, die gegen die unterschiedlichsten Beschwerden helfen können.

Der Vorteil liegt dabei klar auf der Hand: Gängige Hausmittel befinden sich in den meisten Haushalten und sind daher sofort verfügbar. Außerdem ersparst du dir den Gang zu einem Arzt oder zur Apotheke.

Du solltest parallel zur Anwendung der Hausmittel auf jeden Fall die Tipps auf der Startseite berücksichtigen. Sie sind essenziell, wenn du deine trockene Kopfhaut loswerden möchtest!

Hausmittel auswaschen

Ein kurzer Hinweis noch vorab: Während der Behandlung mit Hausmitteln solltest du dein Shampoo auf jeden Fall gegen ein spezielles Shampoo gegen trockene Kopfhaut austauschen.

Diese Shampoos sind darauf spezialisiert Feuchtigkeit zu spenden und möglichst frei von Zusatzstoffen, die deiner empfindlichen Kopfhaut schaden würden. Normale Shampoos reinigen deine Kopfhaut häufig zu stark, sodass sie noch mehr austrocknet.

Beim Auswaschen von pflegenden Ölen und Co. solltest du daher immer ein mildes Shampoo verwenden. Andernfalls zerstörst du die gerade gewonnene Pflege und Feuchtigkeit direkt mit dem Auswaschen wieder. Das wäre ziemlich unsinnig, oder?

Ein besonders mildes Shampoo, welches sich perfekt dazu eignet, ist das Kamille-Naturshampoo vom Tiroler Kräuterhof.

Übersicht der besten Hausmittel

Genug geschwafelt. In der nachfolgenden Übersicht findest du meine besten Hausmittel um deine Kopfhaut (und auch die Haut allgemein) zu pflegen.

Wichtig: Auch gegen Naturprodukte kannst du natürlich allergisch sein (wie zum Beispiel bei einer Pollenallergie). Teste jedes Hausmittel also erst an einer kleinen Hautpartie, wenn du nicht weißt wie dein Körper darauf reagiert.

Olivenöl

Olivenöl
Ein häufig empfohlenes Hausmittel um die Kopfhaut zu pflegen und zu befeuchten ist einfaches, natürliches Olivenöl. Besonders bei stark juckender Kopfhaut bringt es häufig eine Linderung.

  • Massiere das Olivenöl in deine Kopfhaut ein oder nutze eine Pipette um das Öl direkt auf die Kopfhaut zu tröpfeln.
  • Lass es nun möglichst über Nacht einwirken. Dazu kannst du ein Handtuch um den Kopf wickeln, um deine Bettwäsche vor dem Öl zu schützen.
  • Je nach Bedarf solltest du die Behandlung mit Olivenöl 1-2 Mal wöchentlich wiederholen.

Der einzige Nachteil ist, dass du das Öl anschließend aus den Haaren entfernen musst. Dazu solltest du natürlich ein sehr mildes Shampoo und nur lauwarmes Wasser einsetzen, da deine Kopfhaut sonst direkt wieder gereizt wird.

Olivenöl erhältst du in fast jedem Supermarkt. Bitte achte darauf, Bio-Olivenöl zu kaufen.

Argan-Öl

Arganöl
Zugegeben, Argan-Öl hat man typischerweise nicht unbedingt zu Hause rumliegen. Das Öl ist allerdings perfekt zur Pflege von Kopfhaut und Haaren geeignet. Reines, biologisches Argan-Öl pflegt deine Haut mit zahlreichen Nährstoffen und spendet Feuchtigkeit.

Das Schöne ist: Es ist rein natürlich und ohne große industrielle Weiterverarbeitung. Das macht es für mich zu einem erwähnenswerten Hausmittel.

  • Gib etwas Argan-Öl (zum Beispiel mit einer Pipette) auf deine Kopfhaut und massiere es vorsichtig ein.
  • Lass das Öl einige Zeit einwirken, optimalerweise sogar über Nacht. Dann muss du dein Kissen allerdings mit einem Handtuch vor dem Öl schützen.
  • Wasche das Argan-Öl mit einem milden Shampoo und lauwarmem Wasser aus.
  • Ebenso kannst du verfahren, wenn du das Öl gegen trockene Haare einsetzen möchtest. Arbeite das Öl dazu in deine Haare ein und flechte dir zum Schlafen einen Zopf.

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Klettenwurzelöl

Klettenwurzeloel
Ein weiterer natürlicher Wirkstoff gegen eine trockene und juckende Kopfhaut ist Klettenwurzelöl. Bereits im antiken Griechenland war die heilende Wirkung der Wurzel bekannt.

Ähnlich wie bei der Anwendung von anderen Ölen wird das Klettenwurzelöl direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und muss über einen längeren Zeitraum einwirken.

Die Inhaltsstoffe lindern den Juckreiz und beruhigen die trockene Kopfhaut. Auch gegen Schuppenflechten oder Haarausfall wird das Öl der Klettenwurzel eingesetzt. Beim Kauf solltest du darauf achten 100% naturreines Klettenwurzelöl zu verwenden.

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Honig

Manuka Honig auf Löffel
Honig ist ein sehr vielseitiges Naturprodukt und wird seit je her als Hausmittel verwendet. Er wirkt pflegend und desinfizierend.

Auch eine trockene und juckende Kopfhaut oder deine Stirn kannst du mit Honig behandeln. Idealerweise verdünnst du den Honig dazu mit ein wenig Olivenöl.

  • Massiere die Honig-Masse in das leicht angefeuchtete Haar bzw. die Kopfhaut ein.
  • Lass den Honig für ca. 10-20 Minuten einwirken.
  • Anschließend spülst du ihn vorsichtig mit lauwarmem Wasser und eventuell einem milden Shampoo aus.
  • Zurück bleibt eine geschmeidige und weiche Kopfhaut.

Besonders gut für den Einsatz als Hausmittel eignet sich der vom neuseeländischen Teebaum stammende Manuka-Honig. Er ist leider recht teuer, enthält aber eine besonders hohe Menge an antibakteriell wirkenden Inhaltsstoffen.

Speziell das Methylglyoxal (kurz MGO) ist für die antibakterielle Wirkung verantwortlich und in keinem anderen Lebensmittel in einer solch hohen Konzentration zu finden.

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Teebaumöl

Teebaumoel
Teebaumöl ist ein wahrer Alleskönner. Auch für die Kopfhaut ist das ätherische Öl eine Wohltat, da es antiseptisch ist und gegen Bakterien und Pilze wirkt – und diese sind häufig der Auslöser für gereizte Kopfhaut.

  • Zur einfachen Anwendung gibst du einfach einige Tropfen in ein mildes Haarshampoo. Das Verhältnis sollte etwa 10ml Teebaumöl auf 100ml Shampoo betragen.
  • Alternativ kannst du dir auch ein eigenes Teebaumöl-Shampoo herstellen. Hierzu mischst du 250ml heißen Kamillentee mit drei gehäuften Esslöffeln Natron und zwei Esslöffeln Teebaumöl. Nachdem die Mischung abgekühlt ist, kannst du sie anstelle deines regulären Shampoos verwenden.

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Bio-Kokosöl

Bio Kokosöl
Kokosöl stellt eine ausgezeichnete Pflege für die gereizte Kopfhaut dar. Es lindert den Juckreiz und wirkt, dank seines großen Anteils gesättigter Fettsäuren, antibakteriell und entzündungshemmend.

  • Massiere dir einfach eine geringe Menge Bio-Kokosöl in die Kopfhaut ein und lasse es für einige Zeit einwirken.
  • Anschließend spülst du das Öl, wie üblich, mit einem milden Shampoo wieder aus.

Neben der Pflege der Kopfhaut, werden auch deine Haare weich und geschmeidig. Mehr über Kokos-Öl und dessen Wirkstoffe findest du in dem entsprechenden Artikel.

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Avocado und Öl

Avocado
Bei der Anwendung von Öl kannst du auch eine reife Avocado ergänzen. Avocados sind reich an Vitaminen, Ölen und Mineralien.

Vermischt mit einem Teelöffel Öl (Olivenöl, Keimöl, Jojobaöl) ergibt sich eine natürliche Creme, die wichtige Proteine enthält und Feuchtigkeit spendet.

  • Massiere die Creme in das trockene Haar ein und lass sie für ca. eine halbe Stunde einwirken.
  • Anschließend wäschst du deine Haare mit lauwarmen Wasser und nutzt gegebenenfalls ein mildes Shampoo, um die Reste zu entfernen.

Roggenmehl

Roggenmehl
Um deine Haare und die Kopfhaut besonders schonend zu reinigen, kannst du Bio-Roggenmehl einsetzen. Es ist reich an Nährstoffen und absolut frei von Tensiden und Co.

Einige Anwender schwören auf dein Einsatz von Bio-Roggenmehl und haben normale Shampoos bereits gänzlich aus ihrer Pflegeroutine entfernt.

  • Nimm 3-4 Esslöffel Roggenmehl und füge etwas lauwarmes Wasser hinzu. Rühre es, bis die Masse eine cremige Konsistenz hat und sich alle Klümpchen aufgelöst haben. Wenn du das Mehl siebst, reduzierst du die Klümpchenbildung übrigens deutlich.
  • Nun kannst du die Mischung, wie normales Shampoos, auf Kopfhaut und Haaren verteilen, einmassieren und einige Minuten einwirken lassen.
  • Abschließend wäschst du dein Roggenmehl-Shampoo gründlich mit Wasser aus. Zurück bleiben saubere, weiche Haare ohne täuschenden Silikon-Mantel und eine gepflegte, nicht gereizte Kopfhaut.

Eigelb

Eigelb

Das Eigelb vom Hühnerei beruhigt die Kopfhaut, indem es mit seinen zahlreichen Nährstoffen und seiner rückfettenden Wirkung das Austrocknen verhindert. Dabei solltest du unbedingt darauf achten, dass sich keine Reste vom Eiweiß am Dotter befinden, denn dieses hat eher die gegenteilige Wirkung: Es verklebt die Haare und hinterlässt auf der Kopfhaut ein unangenehmes Spannungsgefühl.

  • Zur Anwendung trennst du also das Eigelb sorgfältig vom Eiweiß. Ein bis zwei Eigelbe sind dabei bereits ausreichend.
  • Massiere es direkt nach der normalen Haarwäsche sanft in deine Kopfhaut ein. Wichtig ist, das Eigelb nicht sofort auszuspülen, sondern ein Handtuch um die Haare zu wickeln und das Dotter einwirken zu lassen. Diese Prozedur benötigt etwas Zeit: Mindestens drei, besser vier Stunden oder gar eine Nacht lang sollte das Eigelb für ein optimales Ergebnis einwirken.
  • Anschließend spülst du die Reste einfach aus. Am besten verwendest du hierfür lauwarmes Wasser, denn zu heißes Wasser greift die natürliche Schutzschicht deiner Kopfhaut stärker an.
  • Wiederhole die Kur je nach Bedarf etwa zweimal pro Woche.

Mayonnaise

Mayonnaise
Zugegeben – der Gedanke, sich Mayonnaise in die Haare zu schmieren, ist auf den ersten Blick etwas befremdlich. Und ich kam mir auch nicht sonderlich schlau vor, mit Mayo auf dem Kopf.

Deine Kopfhaut wird sich über diese Kur jedoch freuen, denn Mayonnaise besteht aus gleich mehreren Zutaten, die bei gereizter Kopfhaut helfen können: Neben dem bereits erwähnten Eigelb und fettendem Öl enthält sie auch Essig, der Pilze und Bakterien dank seiner desinfizierenden Wirkung bekämpft.

  • Für die Mayonnaise-Kur schmierst du dir eine großzügige Hand voll davon in die Haare und massierst diese sanft in die Kopfhaut ein. Nach einer Viertelstunde Einwirkzeit kannst du deine Haare wie gewohnt waschen.
  • Deine Kopfhaut sollte sich nun angenehm und gepflegt anfühlen. Nebenbei hast du damit auch deine Haare weich und geschmeidig gemacht.

Pflegehinweis

Parallel zur Anwendung von Hausmitteln, solltest du dein Shampoo gegen ein möglichst mildes Shampoo austauschen, um die Kopfhaut bei der Haarwäsche so wenig wie möglich zu reizen. Das gilt übrigens auch für fettige Kopfhaut.

Auch wenn du deine Hausmittel, wie zum Beispiel Olivenöl, von der Kopfhaut wäschst solltest du nur ein mildes Shampoos verwenden.

Kennst du noch weitere Hausmittel, die gegen trockene oder juckende Kopfhaut helfen? Hinterlasse doch einen Kommentar mit deinem Lieblingshausmittel!

Meine Erfahrung mit den Hausmitteln

An dieser Stelle möchte ich dir noch von meiner eigenen Erfahrung mit den Hausmitteln berichten. Tatsächlich habe ich alles, was ich auf dieser Seite empfehle, bereits selbst ausprobiert!

Da jeder Körper anders ist, helfen einige Mittel aber bei mir besser, die bei dir vielleicht nicht so erfolgreich sind. Umgekehrt gilt das natürlich genau so. Daher ist es wichtig, dass du die Hausmittel individuell für dich ausprobierst und beobachtest, ob sie dir helfen.

Gib deiner Kopfhaut dabei etwas Zeit zu reagieren. Jeden Tag ein anderes Mittel auf die Kopfhaut aufzutragen ist nicht zielführend. Ich weiß, dass du deine trockene Kopfhaut so schnell wie möglich loswerden möchtest – mir ging es auch so.

Dennoch brauchst du etwas Geduld und Durchhaltevermögen, um deine Kopfhaut langfristig zu pflegen. Ich drücke dir die Daumen, dass der nervige Juckreiz und die Trockenheit bald der Vergangenheit angehören!

In der Infografik habe ich dir die wichtigsten Hausmittel noch einmal auf einen Blick zusammengefasst.

Infografik

Speichere sie dir ab oder setze ein Lesezeichen, um stets daran erinnert zu werden, deine Kopfhaut mit natürlichen Hausmitteln zu pflegen.

Ebenfalls interessant

Du kennst jetzt die wichtigsten Hausmittel. Bitte beachte aber auch die Tipps auf der Startseite. Dort erfährst du mehr über die Ursachen trockener Kopfhaut und lernst den richtigen Umgang damit.

Mit Hilfe des notwendigen Wissens kannst du deine Kopfhaut noch besser behandeln.

7 Gedanken zu “Hausmittel gegen trockene Kopfhaut

  1. Hallo und Danke für deinen Informativen Artikel. Da ich selbst auch hin und wieder unter einer trockenen Kopfhaut leide, freut es mich jetzt umso mehr zu lesen, welche Möglichkeiten es gibt. Also ich denke Mayonnaise werde ich nicht auf meinen Kopf schmieren, die esse ich dann doch lieber! 😀 Aber ich habe schon öfters Kokosöl in meine Haarspitzen eingerieben, da diese durch die Sonne sehr spröde geworden sind. Ich denke ich werde beim Kokosöl bleiben und es auch mal in meine Kopfhaut einreiben, ich liebe einfach den Geruch!

    Danke und viele Grüße

    Ramona

  2. Danke für die Auflistung!! Gute Mittel gegen die trockene Kopfhaut. Ich habe einfach Olivenöl benutzt! Fühlt sich schön an und beruhigt. Dein empfohlenes BIO-Shampoo benutze ich von nun an auch IMMER. Seeehr mild!! Ich bin auf einem guten Weg. DANKE für diesen Blog .
    MfG
    Thomas

  3. Hi, die Pflege mit Kokosöl gilt als so eine Art Geheimtip der Naturkosmetik, aber ich traue mich nicht, weil ich Angst habe nachher wie ein Bounty zu riechen. Praktisch wäre es alledings schon, weil Kokosöl ja auch zur Hautpflege geeignet sein soll. Weisst Du da was drüber?

    Liebe Grüße
    Sabrina

  4. Puh, das mit dem Eigelb mag ja ein Hausmittel sein…. aber soll ich mir rohe Eier auf denm Kopf hauen? Das Hausmittel stammt bestimmt aus Zeiten, als es noch kein Shampoo mit diesen Zusätzen gab. Damit wiederum kann ich leben, denn ich nutze das selber.

  5. Diese Aufstellung finde ich klasse, vielen Dank!
    Wie Du auch unter „Shampoos“ richtig schreibst, enthalten die üblichen preiswerten Shampoos so viele Zusatzstoffe die kein Mensch wirklich braucht. Vielleicht reinigen die besser, vielleicht sind die billiger und auch schnell mal eingekauft, aber wer weiss, was man sich mit den ganzen Zutaten ansonsten alles holt.

    • Hi Lisa, gerne! Da reichen meist wirklich kleine Mengen. Ich würde nicht mehr als einen Teelöffel Honig nehmen. Das gleiche gilt für das Öl. Wenn es gut bei dir wirkt, kannst du ggf. auch für ein paar Anwendungen auf Vorrat anrühren.

      Liebe Grüße!

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