Shampoos ohne Silikone

Noch immer verwenden viele Menschen Shampoos mit Silikonen. Und „verkleben“ dadurch Haare und Kopfhaut.

Ich hoffe du weißt bereits, dass Silikone ein starker Auslöser für eine trockene Kopfhaut sein können. Doch auch deinen Haaren tust du mit einer luftdichten Silikonschicht nichts Gutes. In diesem Artikel erkläre ich dir, warum das so ist.

Warum überhaupt Silikone

Als erstes muss man wissen, warum überhaupt Silikone in Shampoos (und vielen weiteren Kosmetika) verwendet wird.

Die Hauptfunktion besteht darin, die Haare glatt, glänzend und weich erscheinen zu lassen. Das Stichwort ist hier „erscheinen“, denn in Wahrheit ummanteln die Silikone deine Haare nur mit einer hauchdünnen Schicht aus Silikon.

Dies führt dazu, dass deine Haare sich weich anfühlen. Doch was du dort fühlst, sind nicht mehr deine natürlichen Haarschuppen, sondern der Silikonmantel. Unter diesem Mantel bleibt das Haar spröde und trocken. Da es durch die Silikone außerdem keine Luft bekommt und nicht mit anderen Produkten gepflegt werden kann, geht es darunter weiter kaputt.

Es entsteht der typische Teufelskreislauf: Durch die Anwendung der silikonhaltigen Shampoos erscheint dein Haar gesund, ist aber eigentlich kaputt. Setzt du dein Shampoo ab, kommen die Haare noch kaputter wieder zum Vorschein.

Du verwendest also erneut Shampoos mit Silikonen und trägst einen neuen, schädlichen Silikon-Mantel auf dein Haar auf, sodass es sich nicht regenerieren kann.Infografik Silikone TeufelskreislaufDurch die häufige Anwendung baust du außerdem mehrere Schichten Silikon um dein Haar herum auf. Auf Dauer wird es dadurch immer schwerer und die Silikon-Schicht dicker. Um diese wieder zu entfernen, musst du eine längere Zeit vollständig auf Silikone verzichten und milde Shampoos OHNE schädliche Zusatzstoffe verwenden.

Silikone auf der Kopfhaut

Speziell bei einer empfindlichen Kopfhaut, solltest du auch Silikone verzichten. Ebenso, wie sie das Haare ummanteln, lagern sie sich zum Teil auch auf der Kopfhaut ab und können die Poren verstopfen.

Die Kopfhaut kann somit nicht mehr frei atmen und ist in ihrem natürlichen Feuchtigkeitshaushalt gestört. Die Folge sind eine trockene Kopfhaut, jucken oder sogar kleine Pickelchen.

Der Vollständigkeit möchte ich hier nicht unerwähnt lassen, dass es auch gegensätzliche Stimmen dazu gibt. So zum Beispiel die Aussagen von Dr. Andreas M. Finner in einem Artikel auf T-Online. Laut ihm „lagern sich [Silikone] nicht dauerhaft auf Haar und Kopfhaut an.“

Ich persönliche verlasse mich dabei gerne auf mein Gefühl und die gute Erfahrung mit silikonfreien Shampoos. Für mich kommen Shampoos mit solchen Stoffen nicht mehr in Frage.

Schlecht für die Haare, schlecht für die Umwelt

Neben dem negativen Effekt für deine Haare und die Kopfhaut, sind Silikone auch der Umwelt gegenüber bedenklich.

Laut Ökotest gelten bestimmte Silikone als schwer abbaubar und lagern sich so auf Dauer im Klärschlamm ab, bis sie schließlich als Dünger auf unserem Gemüse landen.

Silikonhaltige Shampoos erkennen

Schaue am besten immer auf die Auflistung der Inhaltsstoffe (INCI). Silikone in Shampoos erkennst du an der Endung „-cone“ oder „-xane“.

Die häufigsten Bezeichnungen für Silikone sind Dimethicone, Methicone, Polysiloxane oder Cyclomethicone. Wenn du es dir einfacher machen möchtest, findest du nachfolgend eine Liste von Shampoos ohne Silikonen, die du bedenkenlos einsetzen kannst.

Auch Bio-Shampoos und Naturkosmetik-Produkte bieten sich an, um Silikonen (und anderen bedenklichen Inhaltsstoffen) aus dem Weg zu gehen.

Shampoos ohne Silikone

Die nachfolgende Liste enthält passende Shampoos ohne Silikone, die ich bereits selbst ausprobiert habe.

Quellen:

  • http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=105652&bernr=10
  • http://www.t-online.de/gesundheit/id_60723064/juckende-und-schuppende-kopfhaut-wie-schaedlich-sind-silikone-.html
  • https://www.beyer-soehne.de/mineraloele-silikone-schadstoffe-in-kosmetik/
  • https://utopia.de/ratgeber/bio-shampoo-ohne-silikone-4-empfehlenswerte-produkte/