Trockenshampoo – DER Problemlöser für juckende & trockene Kopfhaut!?

Trockenshampoo

In den letzten Jahren ist ein neues Haarprodukt aufgetaucht, welches die Haare völlig ohne Wasser reinigen soll.

Die Rede ist natürlich von „Trockenshampoo“. Doch was taugt Trockenshampoo wirklich? Ist es eine Alternative zum Haare waschen? Und vor allem – wie reagiert die Kopfhaut auf die neuartige Mixtur?

Was genau ist ein Trockenshampoo

Konventionelle Shampoos sind flüssig und werden auf befeuchteten Haaren angewendet. Trockenshampoos benötigen hingegen absolut kein Wasser.

Bereits in den Siebzigerjahren bedienten sich die Menschen an solchen, damals meist pulverförmigen Shampoos. Diese wurden genutzt, wenn die Menschen gerade keine Zeit hatten, sich die Haare zu waschen. Der Vorteil von Trockenshampoo ist, dass du es auch unterwegs nutzen kannst. Fettig aussehende Haare oder Haaransätze verschwinden damit im Nu. Nachdem die Trockenshampoos der ersten Generation nicht mehr gefragt waren, erleben sie nun in einer verbesserten Neuauflage ein echtes Revival.

Heutzutage gibt es natürlich andere und wesentlich bessere Trockenshampoos. Diese können zusätzlich noch einen UV-Schutz bieten und komfortabel mit Spraydosen aufgesprüht werden. Außerdem sind die modernen Produkte meist beduftet.

Sie machen die behandelten Haare nicht stumpf. Beides kann allerdings ein Nachteil sein. Parfümanteile können die trockene Kopfhaut noch weiter strapazieren. Sie haben allergenes Potenzial. Für den natürlichen Glanz des behandelten Haares werden oft Silikate verwendet. Diese verklumpen aber auf Dauer das Haar.

Wichtig ist also, auf ein Trockenshampoo zu achten, das weder Aluminiumsalze, noch Silikone oder Parfüm enthält. Üblich ist, das Trockenshampoo vom Haaransatz abwärts aufzusprühen. Danach wird es einmassiert und ausgekämmt. Die Haare fallen wieder locker und sehen gut aus.

Kann Trockenshampoo gegen Kopfhaut-Probleme helfen?

Trockenshampoo nimmt Fettpartikel aus den Haaren auf. Je nachdem, welche Menge davon verwendet wird, wird auch die Kopfhaut entfettet. Das ist bei trockener Kopfhaut jedoch nicht erwünscht.

Einige Trockenshampoos enthalten Aluminiumsalze. Andere beinhalten Parfümstoffe oder Silikate. Manche enthalten sogar beides. Insofern kann es keine pauschale Antwort auf die Frage geben, ob Trockenshampoos bei trockener Kopfhaut genutzt werden können. Bei manchen Frauen, die oft Trockenshampoo nutzten, fielen angeblich verstärkt die Haare aus. Daher ist die Zutatenliste bei Trockenshampoos das erste, was gelesen werden sollte (wie auch bei normalen Shampoos).

Die meisten Produkte enthalten Bestanteile aus folgender Liste:

  • Silikate
  • Stärke aus Mais oder Reis
  • Duftstoffe (ätherische Öle oder Parfüm)
  • Talkumpuder
  • Alkohol
  • Filmbildner
  • Aluminiumsalze
  • Phenylendiamin
  • Konservierungsmittel
  • Treibgas

Zu den bedenklichsten Stoffen, die die Kopfhaut austrocknen und Gesundheitsschäden verursachen, gehören die Aluminiumsalze, gefolgt vom Phenylendiamin. Letzteres hat ein starkes Sensibilisierungspotenzial. Es gilt als Kontaktallergen. Die Silikate reichern sich im Haar an. Sie verkleben es auf Dauer. Konservierungsmittel und Alkohol können die zusätzlich Kopfhaut reizen.

Sie haben das Potenzial, Allergien auszulösen. Parfümstoffe bestehen aus unzähligen Einzelkomponenten, von denen einige krebserregend wirken. Deklariert werden die Zutaten von Parfüms nicht. Daher ist das Sensibilisierungspotenzial von Parfüm-Beduftungen ebenso wenig absehbar wie ihr Potenzial, die Haut auszutrocknen oder krebserregend zu wirken.

Sind Trockenshampoos also generell schlecht bei Kopfhautproblemen?

Bei seltener Verwendung dürfte es kein Risiko für die Kopfhaut geben. Ganz im Gegenteil. Hier kommt ein Vorteil von Trockenshampoo zum tragen, welcher für eine gesunde Kopfhaut weniger relevant ist:
Durch den Verzicht auf Wasser und Reinigungsstoffe, wird der Talg der Kopfhaut nicht entfernt. Daher trocknet sie weniger aus.

Achtest du bei dem Einsatz des Trockenshampoos besonders darauf, dass das Puder nur auf deine Haare und Haarspitzen, nicht jedoch auf die Kopfhaut kommt, reduzierst du die Reizung deiner Kopfhaut noch weiter.

Es empfiehlt sich aber, die Kopfhaut dennoch weiterhin zu pflegen – beispielsweise mit regelmäßigen Kokosöl-Packungen. Trockene Kopfhaut neigt eher zu Allergien als normale Kopfhaut. Daher sind nach Möglichkeit alle Allergene sowie Zutaten mit hohem Sensibilisierungspotenzial zu meiden.

Gewählt werden sollten Trockenshampoos, die keine schädlichen Substanzen enthalten. Gegebenenfalls kannst du dir ein gesundheitsverträgliches Trockenshampoo sogar selbst herzustellen.

Abzuraten ist von der ständigen Verwendung von Trockenshampoos. Wenn du bereits trockene oder juckende Kopfhaut hast, solltest du diese nicht mit Mitteln in Kontakt bringen, die die Haut austrocknen. Milde Flüssigshampoos und Kurpackungen, die die trockene Kopfhaut nähren und rückfetten, sind in diesem Fall geeigneter.

Quellen:

  • https://www.brigitte.de/beauty/haare/trockenshampoos-im-redaktionstest_11088676-11083424.html
  • https://www.brigitte.de/beauty/haare/nie-mehr-spruehen—darum-ist-trockenshampoo-schaedlich-10719752.html
  • http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/jucken-naessen-und-haarausfaelle-trockenshampoo-mit-vielen-nebenwirkungen-2016041063099
  • https://www.refinery29.de/trockenshampoo-nebenwirkungen-haare-kaputt
  • https://naturalbeauty.de/fakten/du-kommst-hier-nicht-rein/du-kommst-hier-nicht-rein-p-phenylendiamin/

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