Pickel auf der Kopfhaut

Dich plagen Pickel auf der Kopfhaut, im Stirn- oder Nackenbereich? Hier erfährst du, welche Ursachen sie haben könnten, wie du sie loswirst und in Zukunft vermeiden kannst.

Pickel ist nicht gleich Pickel

Wer einen oder mehrere Pickel auf der Kopfhaut entdeckt, sollte erst einmal herausfinden, um was für Pickel es sich tatsächlich handelt.

Oftmals handelt es sich um Haarwurzelentzündungen. Diese entstehen bevorzugt im Nacken, am Hinterkopf und im Schläfenbereich. Sie schmerzen meistens stark und sind relativ hartnäckig.

Vor allem bei Sonne scheinen Haarwurzelentzündungen ein besonderes Vergnügen darin zu finden, im Sichtbereich aufzutauchen. Das liegt an den verstopften Poren, die zu viel Talg und Fett eingelagert haben.

Pickel am unteren Hinterkopf oder im Nackenbereich können sich auch zum Furunkel auswachsen. An diesem sehr schmerzhaften und geschwollenen Pickel am Kopf solltest Du niemals herumdrücken. Furunkel sind gefährlich. Sie können sich zu Karbunkeln oder Blutvergiftungen auswachsen.

Furunkel bedürfen daher einer speziellen Behandlung. Harmlose Pickel sind kleiner. Sie können entzündet sein, eine eitrige Haube haben oder weißliche Talg-Kapseln bilden, die sich erst später entzünden.

Weitere Ursachen für Pickel am Kopf

Eine andere Art von Pickeln am Kopf kann durch eine Akne-Erkrankung hervorgerufen werden. Hier können sich die Pickel durch Stress, hormonelle Einflüsse oder eine falsche Ernährung vom Stirnbereich bis auf den Kopf hochziehen.

Das ist nicht nur unschön und seelisch belastend, sondern verlangt auch eine ganzheitliche Behandlung. Diese zeigt erst mittelfristig eine Wirkung.

Außerdem können kleine rote Pickel am Kopf darauf hinweisen, dass sich auf der trockenen Kopfhaut und im Gesicht eine Allergie gegen ein Kosmetikum ausbreitet.

Die meisten Shampoos und Kosmetika enthalten Stoffe wie zum Beispiel:

  • Parfüm
  • ätherischen Öle
  • SLS
  • weitere Chemikalien

Ähnliches gilt für Waschmittel und Weichspüler. Das macht sie potenziell gefährlich für allergische, aber auch gesunde Menschen. Viele Menschen reagieren auf die enthaltenen Parfümstoffe allergisch oder überempfindlich.

Das sensibilisierende Potenzial von synthetischen Duft- und Parfümstoffen entstammt dem Erdöl, aus dem sie hergestellt werden. Ätherische Öle enthalten oft Terpene, auf die viele Menschen mit Unverträglichkeiten reagieren.

Wenn die juckenden oder sogar nässenden Pickel am Kopf nicht verschwinden, sobald Du ein anderes Shampoo oder Haarpflegemittel nimmst, solltest Du zusätzlich einen Hautarzt oder Allergologen aufsuchen.

Pickel durch trockene oder fettige Kopfhaut

Pickel am Kopf entstehen auch vermehrt im Winter, wenn nicht mehr genug Luft an die Kopfhaut kommt. Nachts schwitzt Du in Dein Kopfkissen, tagsüber trägst Du bei Kälte eine Mütze oder Baseballkappe.

Womöglich besteht die Kopfbedeckung nicht aus Wolle oder Baumwolle, sondern enthält synthetische Fasern. Das begünstigt ein Verstopfen der Poren – vor allem, wenn Deine Haut und Deine Haare zum Fettigsein neigen.

Setz die Kopfbedeckung in der S-Bahn oder im Bus ab, wenn es möglich ist. Ständig einen Beanie zu tragen, weil es cool aussieht, kann am Ende wegen Pickeln am Kopf das Gegenteil bewirken. Lass die Kopfhaut atmen, wann immer es geht. Da aber am Kopf unangenehme Wärmeverluste drohen, ist eine draußen getragene Mütze bei höheren Kältegraden immer eine gute Wahl.

Um Bakterien auf der Kopfhaut zu vermeiden, sollten Deine Mützen nach Möglichkeit aus Wolle oder Baumwolle bestehen und regelmäßig gewaschen werden.

Trockene Kopfhaut kann auch durch trockene Heizungsluft dazu angeregt werden, Pickel am Kopf zu bilden. Schweiß, Talg und abgestorbene Hautpartikel ziehen magisch Bakterien an. Auf trockener Haut haben sie leichtes Spiel. Sie können Entzündungen auslösen. Ebenso kann aber schnell fettig werdendes Haar dafür sorgen, dass Pickel am Kopf entstehen.

Vermutlich bekämpfst Du fettiges Haar mit Shampoos, die die Kopfhaut noch weiter austrocknen. Dann föhnst Du Dein Haar möglicherweise, und ziehst damit Fett aus den Poren an die Oberfläche. Daraus entstehen dann ebenfalls Pickel am Kopf. Der eine neigt dazu, ein anderer nicht. Klar ist aber, dass hier eine Pickelcreme nicht immer eine wirksame Methode der Bekämpfung darstellt.

Die Behandlungsmöglichkeiten

In (Online-) Apotheken finden sich zahlreiche Behandlungsoptionen, die auch gegen Pickel am Kopf eingesetzt werden können. Aufgrund der Lage der Pickel sind aber meistens spezielle Maßnahmen klüger.

Zuerst solltest Du feststellen (lassen), ob es sich um Akne, Stresspickel, eine Allergie, eine Unverträglichkeit oder eine Haarwurzelentzündung handelt.

Zweitens ist der Hauttyp wichtig. Die meisten Menschen haben eine Mischhaut. Einige Menschen haben fettige Haut oder sehr trockene Haut. Die Pflegemaßnahme gegen Pickel am Kopf sollte dem Hauttyp angepasst werden. Außerdem solltest Du nicht nur äußere Pflegemaßnahmen ins Auge fassen, sondern auch innerliche ansehen. Oftmals können Pickel am Kopf nur mit mehreren Maßnahmen, die kombiniert werden, in Schach gehalten werden.

Eine wichtige Maßnahme gegen Pickel am Kopf ist die Ernährungsumstellung auf eine vollwertige Mischkost mit weniger Weißmehl, weniger Zuckerhaltigem und deutlich mehr Gemüse und Obst. Statt täglich zwei Liter Cola zu trinken und damit umgerechnet 56 Stück Würfelzucker mit je 3 Gramm Gewicht aufzunehmen, solltest Du lieber die gleiche Menge Mineralwasser trinken.

Dadurch können die Nährstoffe aus der Nahrung auch die Kopfhaut erreichen. Zugleich spült das Mineralwasser die Poren durch. Es versorgt den Organismus mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen, und verbessert die Durchblutung.

Gegen ein gelegentliches Glas Cola Zero ohne Zucker hat aber kein Hautarzt etwas einzuwenden. Zucker fördert Pickel – auch am Kopf. Ebenso sorgt ein zu hoher Fettkonsum – etwa in Form von Döner, Pommes Frites mit Mayo und fettigen Kuchenstücken – für eitrige, entzündete Pickel am Kopf sowie für schmerzhafte Haarwurzelentzündungen.

Einen schnellen Überblick über eine ausgewogene Ernährung liefert dir die Ernährungspyramide des Bundeszentrums für Ernährung. Sie beschreibt sehr einfach und deutlich, wie häufig du welche Lebensmittel genießen solltest.

Wirksame Maßnahmen gegen Pickel auf der Kopfhaut

Als innere Umstimmung eine Ernährungsumstellung zu hochwertiger Nahrung mit einem höheren Vitalstoffgehalt in die Wege zu leiten, wird mittelfristig die Neigung zu Pickeln, Haarwurzelentzündungen und Akne verbessern. Um aber nicht so lange tatenlos zu bleiben, sind begleitende Sofort-Maßnahmen sinnvoll.

Dicke und schmerzhafte Pickel im Nacken und am hinteren Haaransatz können mit Silicea Gel (zum Beispiel Hübner Silicium-Gel) behandelt werden. Dieses bildet beim Eintrocknen eine weißliche Schicht und trocknet den Pickel einfach ein.

Das Kieselsäure-Präparat aus dem Reformhaus wird mehrfach am Tag auf den Pickel aufgetragen. Ähnlich können die vielen Akne-Cremes und Pickellotionens verwendet werden. Das Betupfen mit 70-prozentigem Isopropyl-Alkohol hilft gegen dicke eitrige Pickel und Furunkel im Nacken.

Nach Möglichkeit solltest du bei Pickeln am Kopf und auf der Kopfhaut grundsätzlich weniger mit Chemikalien und Duftstoffen belastete Kosmetika kaufen. Am besten greifst du zu Naturkosmetik Produkten.

Dabei sollte der Hauttyp beachtet werden. Tendenziell führst Du im Sommer eher eine Feuchtigkeitscreme zu, im Herbst und Winter aber eine fetthaltigere Creme. Der Frost könnte eine Feuchtigkeitscreme gefrieren lassen und die damit eingecremte Haut schädigen. Gegebenenfalls können spezielle Produkte gegen Pickel vom Dermatologen verordnet werden.

Gegen Pickel am Kopf helfen aber auch Shampoos, die die Kopfhaut nicht reizen, sondern nähren. Eine Spülung mit lauwarmem Kamillentee oder ein paar Tropfen Kamillenextrakt kann die gereizte Kopfhaut beruhigen und die Pickel schneller abheilen lasen.

Vorsicht: Auch Kamille verträgt nicht jeder! Die Kamillenspülung wird anschließend nicht ausgewaschen. Sie soll auf die Kopfhaut wirken können. Entzündete Pickel am Kopf können außerdem mit Teebaumöl betupft werden.

Wenn dir Kamille gut tut, empfehle ich außerdem einen Blick auf dieses Kamille-Shampoo zu werfen.

Hygiene und Meidung sind ebenfalls wichtig

Pickel auf der Kopfhaut sind lästig. Gute Hygiene ist daher wichtig. Um den pH-Wert der Haut zu normalisieren, sollten die Haare nicht jeden Tag gewaschen werden. Auch der pH-Wert des Shampoos sollte niedrig ausfallen (hautneutral). Es sollte idealerweise ein mildes Haarshampoo ohne Duftstoffe genutzt werden.

Die Menge der benutzten Haarstyling-Produkte sollte heruntergefahren werden. Je mehr Zeug ins Haar geschmiert wird, desto weniger kann die Kopfhaut atmen. Haarspray verklebt die Poren. Es wirkt somit kontraproduktiv.

Statt die Haare heiß zu föhnen, sollten sie kalt oder aus größerem Anstand geföhnt werden. Alles, was die Kopfhaut fettet oder austrocknet, solltest du meiden. Dazu gehören auch Lockenstäbe oder Glätteisen. Vor allem das Färben der Haare, das die Kopfhaut extrem strapaziert, sollte unterbleiben.

All diese Maßnahmen und mehr Rücksicht auf deine Kopfhaut sollten dazu führen, dass du die Pickel loswirst und deine (Kopf-) Haut wieder gesünder wird.

Quellen:

  • https://www.dr-gumpert.de/html/eiterpickel_auf_der_kopfhaut.html
  • https://www.pickel-frei.de/pickel-auf-der-kopfhaut/
  • https://haut-experten24.de/pickel-auf-der-kopfhaut/

1 Gedanke zu “Pickel auf der Kopfhaut

  1. Ich hatte auch mal Probleme mit Pickeln auf der Kopfhaut. Bei mir hat es schon geholfen, meinen Kreislauf ordenlich in Schwung zu bringen. Das hat der Haut wohl dabei geholfen, die Ablagerungen schneller abzutransportieren und so rein zu bleiben. Ich halte mich mit Sport und Guarana auf Trab. Guarana kurbelt den Stoffewechsel stark an. Infos dazu kann man auch nachlesen. Ich bin jedenfalls viel fitter und meine Haut ist sehr viel reiner, seit ich darauf achte mich fit zu halten und meinen Stoffwechsel aktiv zu halten.

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